Kurz + bündig, KW 33
+Kleiner Tipp: Holen Sie sich noch schnell einen Kaffee oder Tee oder ein Kaltgetränk – heute sind’s viele Themen. Wie momentan meistens auf Platz 1: Die sogenannte »Künstliche Intelligenz«.
- KI-Entwickler stoppt Entwicklung – aber nur teilweise. Astra heißt das jüngste Modell unter den LLMs von OpenAI. Im Zusammenhang mit dessen wachsenden Fähigkeiten, Zero-Day-Exploits zu entdecken beziehungsweise neue Strategien für Cyber-Angriffe auf besonders geschützte Ziele zu entwickeln, hat die Firma nun Sicherheitsvorkehrungen erhöht und die Entwicklung von Astra teilweilse gestoppt. Vergangenen Freitag veröffentlichte OpenAI einen Blogpost dazu, auch TechCrunch und DIE ZEIT berichteten.
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Einen Tag später gab es bei der dpa ein Pro und Contra zum Thema
Müssen KI-Systeme an die kurze Leine genommen werden?
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Nach dem Geflüchteten-Drama in Ceuta gibt die finnische EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen Meta und TikTok eine Mitschuld an den Ereignissen; diese
hätten nicht genug gegen Falschinformationen getan, die auf ihren Plattformen zirkulieren
, schrieb DIE ZEIT am Samstag. -
Und auch noch am letzten Samstag schrieb die Wissenschafts- und Tech-News-Website Futurism:
Meta Caught Paying Nazis to Post on Facebook
. Obwohl veröffentlichte Inhalte von Neonazis gegen Facebooks Hate-Speech-Regeln verstießen, konnten die Beteiligten mit diesen Posts über das »Content-Monetization«-Programm Geld verdienen – zu dem man explizit eingeladen werden muss. -
Job-bedingt oder im Urlaub, das eigene Fahrzeug in Reparatur,
between cars
oder Car-Sharing-Nutzer*in – es gibt viele Momente, in denen ein Mietwagen Sinn ergibt. Aber Vorsicht: Mittels Bluetooth speichert das Auto zahlreiche Ihrer Daten, meldete der Online-Händler SoftwareBay am 9.8.; schon im Juli gab n-tv auf einer Service-Seite Tipps, wie man persönliche Daten in Mietwagen löschen kann (und sollte!) -
Dass »KI« und Umwelt sich nicht gut vertragen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Aber das jetzt ein geplantes Amazon-Datencenter zur
größten Quelle von CO₂-Verschmutzung der USA
zu werden droht, ist schon nochmal eine andere Größenordnung. Toms Hardware meldete das am Sonntag, und am selben Tag berichtete auch der österreichische STANDARD. -
In »Muckibuden« können auch Gesundheitsdaten gespeichert sein. Es ist also keine triviale Meldung, wenn die australischen ABC News am Montag melden:
KI-Assistent hackt Fitnessstudio-Website
. Noch am selben Tag schrieb darüber auch DER SPIEGEL. -
Interessanter Beitrag der Tagesschau vom Montag:
Welche Rechenzentren braucht Deutschland wirklich?
Passend dazu ein aktueller Beitrag im Podcast »Wind und Wurzeln« der Diplom-Psychologin, frühere Geschäftsführerin der Piratenpartei und aula-Leiterin Marina Weisband: Strom, Wasser, Macht: Können wir uns dem KI-Wettrennen entziehen? (Dauer: 57 Minuten.) -
Genug für 600 Millionen Menschen: Warum verbraucht KI so viel Wasser?
fragte Netzpolitik.org passend zum aktuellen extremen Niedrigwasser am 10.8. Selbst die Bundesregierung ist offenbar ahnungslos, was für gigantische Wassermengen in Rechenzentren fließen. -
Seit dem 2. August gilt die KI-Kennzeichnungspflicht des »AI Act«. Und sie beginnt zu greifen:
Wie Claude KI-generierte Inhalte kennzeichnet
schrieb Anthropic auf seinen Support-Seiten am Montag; am Dienstag legte Euronews nach, und am Mittwoch ergänzte DER SPIEGEL: AuchSpotify führt Kennzeichnung für KI-generierte Profile ein
. Profile, wohlgemerkt – nicht etwa KI-generierte Musik. -
Die deutsche Luftfahrt macht sich abhängig vom reichsten Mann der Welt und Demokratieverächter Elon Musk:
Erste Lufthansa-Maschine mit Starlink-WiFi hebt ab
schrieb DIE ZEIT am 10.8. Dabei geht es auch anders: Anfang 2026 gab Ryanair‑Chef Michael O’Leary bekannt, sein Unternehmen werde auf den Dienst verzichten. (Daraufhin drohte Musk, die Airline zu kaufen.) -
Die Smart Glasses von Meta bleiben Thema; sie sind ab sofort in englischen und walisischen Gerichten verboten, schrieb The Guardian am Dienstag vergangener Woche. Und am Mittwoch ging eine Pressemeldung der Organisation für Menschenrechte im digitalen Raum raus:
HateAid stellt Strafanzeige gegen Meta wegen Smart Glasses […] Die Organisation fordert ein Verkaufsverbot
. (Mehr über HateAid in der Wikipedia.) -
, weil die Menschen aufgrund der automatisch generierten Zusammenfassungen ihre Websites nicht mehr besuchen und ihnen damit Einnahmen entgehen. Das meldete DER SPIEGEL vorgestern. Schon im vergangenen Sommer hatte die britische Independent Publishers Alliance eine ähnliche Klage eingereicht, wie ComputerBase damals berichtete.AI Overview
– 300 französische Zeitungen gehen wegen KI-Tools gegen Google vor -
Ebenfalls vorgestern meldete das Magazin Golem:
Cloudanbieter OVH macht Server mehr als 80 Prozent teurer
. Der Grund sei vor allem der ungezügelt Boom der sogenannten »Künstlichen Intelligenz«:KI hat einen signifikanten Einfluss auf die Preise von RAM und Speicher
, schrieb OVHs CEO. (Wir hatten das Thema hier schon mal im Januar.) -
Unter der Überschrift
Meta stellt Profit über die Sicherheit von Kindern
berichtete die Tagesschau am Mittwoch über den Beginn eines riesigen Gerichtsverfahrens gegen Zuckerbergs Social-Media-Imperium.Im nun beginnenden Prozess fordern die Generalstaatsanwälte sogar Zahlungen in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar - das käme dem Gesamtwert von Meta nahe.
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Bezahlen Sie mit Ihrem Lächeln
– eine australische Tech-Firma will Biometrie fürs Bezahlen salonfähig machen. Das berichtete gestern The Guardian. Dieser Vorstoß ist fast logisch, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre von Bargeld zu Karten- und dann Smartphone-Bezahlung ansieht. Die australische Company will jetzt das Bezahlen mittels Augen- und Handflächen-Scans in großem Maßstab einführen. Immerhin: Die EU zumindest plant aktuell die Einführung neuer Banknoten (bei deren Gestaltung Europäer*innen mitbestimmen können); da dürfte der Digitalzwang also noch etwas auf sich warten lassen.






